Fundortdiagnostik, Geophysik

• Archäologische Probleme bei der Investition
• Wie können die damit zusammenhängenden Risiken minimiert werden?
• Untersuchung mit Magnetometer
• Wirkungsstudie aufgrund von Geländebegehung
• Luftbildarchäologie

Archäologische Probleme bei der Investition

Seit den 90-er Jahren sind durch Ausführung der infrastrukturellen staatlichen Investitionen, dann damit verbunden der Privatinvestitionen zu Geschäftszwecken (Einkaufszentren, Anlagen für industrielle/logistische Zwecke, Wohnparks) ungeahnte archäologische und Denkmalschutzaufgaben notwendig geworden.

Die Bergung der unterirdischen Kulturerbe belastet aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen den Investor – also den Staat oder den Privatinvestor. In einigen Fällen ist bereits vor dem Kauf oder der Enteignung bekannt, dass auf dem Gelände archäologische Grabungen nötig sind. Da aber die topografischen Fachforschungen nur einige Teile des Landes betroffen haben, ist der größte Teil der Fundorte nicht vorweg bekannt, und die Betroffenen werden erst im Laufe der Investition mit der Notwendigkeit der archäologischen Ausgrabung konfrontiert.

Die fehlenden Informationen erhöhen in diesem Fall nicht nur die Investitionskosten, sondern auch die Ausführungsdauer. Eine solche Situation kann neben dem Scheitern des Geschäftsplans der Privatinvestitionen, wegen der strengen Verrechnungspflicht der EU-Förderungen auch die staatlichen Investitionen in eine schwierige Lage bringen.

Wie können die damit zusammenhängenden Risiken minimiert werden?

Die Auffindung der archäologischen Fundorte wird neuerdings auch durch technische Geräte unterstützt, die die übliche, durch Geländebegehung durchgeführte Fundortbestimmung effizient ergänzen. Die Ergebnisse stellen wir den Auftraggebern im Rahmen einer Wirkungsstudie zur Verfügung. In Kenntnis deren kann man die verbundenen Kosten und die Zeitaufwendung der archäologischen Ausgrabung kalkulieren, oder man kann den archäologischen Fundort bei der Investition nach Möglichkeit ausweichen.

Geophysische Untersuchungen

Eine der besten Methoden zur instrumentalen Erforschung der archäologischen Erscheinungen ist die Zustandsaufnahme mit Magnetometer. Die wissenschaftliche Basis der Methode ist die Beobachtung, aufgrund deren die magnetischen Daten der Verschüttungen von unterirdischen archäologischen Erscheinungen (Hausspuren, Gruben, verschiedenen Eintiefungen) von ihrer Umgebung abweichen, somit kann das Vorhandensein und die Größe von archäologischen Fundorten verhältnismäßig gut ermittelt werden. Der Vorteil der Messung liegt darin, dass sie als zerstörungsfreies Verfahren gilt, d. h. die archäologischen Bodendenkmäler werden nicht gestört. Durch die Anwendung der Methode können sogar riesige Flächen in kurzer Zeit untersucht werden. Der Kostenbedarf der Untersuchung beträgt ein Hundertstel der archäologischen Ausgrabung.

In städtischer Umgebung, bei Vorkommen von Leitungen, öffentlichen Versorgungsleitungen verwenden wir Bodenradars, vor Allem zur Auffindung der gebauten Erbe.

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Wirkungsstudie aufgrund von Geländebegehung und archäologische Vordokumentation

Zur Vorbereitung von Investitionen und zur Erstellung von Flächenwidmungsplänen empfehlen wir neben der instrumentalen Untersuchung auch die Erstellung einer Wirkungsstudie aufgrund von Geländebegehung und Forschung in Datensammlungen und Fundortregistern, sowie einer archäologischen Vordokumentation. Während der Erstellung der Studie untersuchen unsere Mitarbeiter die Oberfläche im gewünschten Gebiet mit GPS-Geräten, und fassen die Daten in einer Kartendatei zusammen. Nach Abfrage und Eintragung der Daten des offiziellen Fundortregisters auf die Karte, sowie dem Studieren der Datensammlungen der regional zuständigen Institutionen entsteht die Karte mit den Stellen der voraussichtlichen archäologischen Fundorte. Dies stellt die Grundlage für die Berechnung des Zeit- und Kostenaufwandes für den erforderlichen archäologischen Eingriff dar.

Luftbildarchäologie

Wir befassen uns seit langem mit Luftbildarchäologie zur Erforschung von archäologischen Fundorten. Luftbilder können zur Ermittlung von Trassen, und zur Identifizierung bestimmter archäologischen Erscheinungen – Feldwerke, Graben, gemauerte Bauwerke, von Zeit zu Zeit auch Gräber – geeignet sein. Sie realisieren über die Auffindung hinaus das Übersichtsfoto der archäologischen Ausgrabung und die spektakuläre Darstellung der Zusammenhänge von archäologischen Erscheinungen.

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