Geophysik

Der Anteil verschiedener zerstörungsfreier archäologischer Geländeuntersuchungen innerhalb bodendenkmalpflegerischer Maßnahmen wächst stetig. Wir setzen diese ebenfalls ein, denn so können verhältnismäßig schnell Informationen über unterirdische Strukturen gewonnen werden. Das erhöht oft die Effektivität der nachfolgenden Ausgrabung.

Die Benutzung geophysikalischer Prospektionsmethoden kann bei der Planung der Bodeneingriffe und bei der Kostenkalkulation der Bauprojekte behilflich sein. Daher empfehlen wir generell bei Ausgrabungsvorhaben deren Einsatz.

Wir wenden bei den Voruntersuchungen alle drei geophysikalischen Prospektionsarten an.

Feldforschung mit Geomagnetik

Eine der besten Methoden der zerstörungsfreien Untersuchung eines unbebauten Gebietes auf archäologische Hinterlassenschaften bietet die Geomagnetik. Das Gerät misst mit einem dichten Netz die kleinen Veränderungen in dem Magnetfeld der Erde, die durch die unterirdischen Strukturen hervorgerufen werden, da deren magnetische Eigenschaften von der Umgebung abweichen. Vorrangig können damit verhältnismäßig große Gebiete (täglich sogar 5-10 ha) untersucht werden, wenn das Gerät an einem Fahrzeug befestigt ist.

Feldforschung mit Georadar

Bei der Geländeuntersuchung mit Georadar werden die unterirdischen Strukturen durch die Messung von elektromagnetischen Wellen erfasst. Der Vorteil der Methode ist, dass bei Mauern und Befunden mit unterschiedlichen Verfüllungen genaue Ergebnisse und eine gute Auflösung erzielt werden können.

Feldforschung mit Geoelektrik

Diese Methode dient in erster Linie zur Lokalisierung solcher unterirdischer Befunde, die einen spezifischen elektrischen Widerstand aufweisen, wie z. B. Strukturen aus Stein oder bestimmte Sedimente. Ein wesentlicher Vorzug dieser Technologie gegenüber anderen ist, dass sie auch in Waldgebieten und bei durch Baumaßnahmen gestörte Böden einsetzbar ist. Auf diese Weise können Daten bis zu einer Tiefe von 10 m gewonnen werden.

 

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